Vom Nonnenstift zum Bikerhouse


Im 19. Jahrhundert erbaute ein wohlhabender Industrieller das Gebäude als repräsentativen Familiensitz. Später wurde es mit seinen ca. 1.700 qm Wohnfläche als Nonnenstift genutzt, es wurde Waisenhaus, Internat und Fachschule für Maler und Stuckateure. Danach hatte keiner der Nutzer weder die Zeit noch das Geld, sich angemessen um das Objekt zu kümmern.


Das änderte sich von einer Sekunde auf die andere, als Hermann und seine Freunde im Jahr 1999 mit ihren Maschinen auf einer Tschechien-Tour durch Frantiskov nad Ploucnici donnerten. Das Wetter war ein Traum, die Straßen ein Riesen-Spaß und dann kam plötzlich in einer Kurve das große, baufällige Haus mit dem abgeblätterten Putz, seinen zwei runden Türmchen und dem verwilderten Garten zum Vorschein. Mit ein bisschen Fantasie und jeder Menge Euphorie entstand vor ihren inneren Augen in Null-Komma-Nix eine Bikerpension im Motorradparadies. Also: gesagt, getan auch wenn es dann doch nicht immer ganz so schnell ging ...